Bürgerinitiative Wasser ist Leben e.V.

Stellungnahme zur Präsentation der Messergebnisse

Die krebserregenden Teeröle haben sich im Grundwasser noch weiter ausgebreitet, als bisher selbst von Pessimisten befürchtet. Einmal mehr zeigt die Pressekonferenz, dass alle Fachgutachten, die seit 1990 über das Gefährdungspotential des einstigen Bahnschwellenwerkes erstellt wurden, von Jahr zu Jahr dramatischere Botschaften für das Grundwasser haben. Das werten wir als Resultat für die Verzögerungs-Taktik der Bahn.

Inzwischen sind jetzt drei unterschiedlich verlaufende Giftfahnen im Grundwasser gemessen worden. Die eine zieht in Richtung Wasserburger Straße und weiter nach Nordosten zum Spannleitenberg und Ebersberg. Kontinuierlich zieht die zweite Fahne mit einer Geschwindigkeit von etwa 70 Metern im Jahr quer unter Kirchseeon hindurch in den Ebersberger Forst. Sie wird verursacht durch eine ein Meter dicke Teerschicht im Boden, die erst jetzt entdeckt wurde. Neu ist auch die Entdeckung eines Abstromes in Richtung Eglharting. Welche Gift in welcher Konzentration sich hier ausbreiten, müssen weitere Messungen zeigen.

Dass unter diesen Umständen die gesamte Sanierung um weitere zehn Monate verzögert werden soll, ist angesichts der sich ausbreitenden Giftfracht ein Skandal! Diese schockierenden Ergebnisse dulden keine weitere Zeitverzögerung. Deshalb fordert die Bürgerinitiative "Wasser ist Leben" eine unverzügliche Sanierung in den Bereichen, wo die Messungen abgeschlossen sind.