Ebersberger Zeitung (MM) vom 17. Juni 2003

Iveco-Gelände: Gift wird nicht komplett beseitigt

Schadstoffe sollen das Gelände am Ende nicht mehr verlassen Kirchseeon - So viel steht nach dem Gespräch über die Zukunft des Kirchseeoner Iveco-Geländes fest: Die Forderung "Beseitigt das Gift - komplett!" von der Bürgerinitiative "Wasser ist Leben" wird nicht erfüllt. Die "Sanierung" des Ex-Bahnschwellenwerks besteht darin, dass die Schadstoffe am Ende das Gelände nicht mehr verlassen. Zu mehr kann der Landkreis das Bundeseisenbahnvermögen (BEV), den Rechtsnachfolger des Verursachers, nicht verpflichten. Aber wenigstens das scheint gesichert. Christine Huber, Sachgebietsleiterin im Landratsamt, weiß: "Unsere Zufriedenheit, dass der Vertrag erfüllt wird, ist nicht unbedingt die Zufriedenheit der Bevölkerung."

Innerhalb der nächsten zwei Monate soll ein Sanierungsplan vorliegen, dann soll auf großer Fläche Grundwasser herausgepumpt, gefiltert und gemessen werden. Die Sanierung wird sich in jedem Fall über viele Jahrzehnte hinziehen. Im Bereich der heute brach liegenden Fläche wollen alle Beteiligten nach wie vor versuchen, eine Folgenutzung, sprich eine Bebauung zu ermöglichen. Dazu wird nach einem Investor gesucht, der im Zuge der Bebauung weitergehende Sanierungsmaßnahmen leistet.

far