Ebersberger Zeitung (MM) vom 26. November 2003

Mal wieder Punkt Null

Iveco-Gelände: Neuer Anlauf für Bebauung

Kirchseeon - Wie es mit der Bebauung auf dem Kirchseeoner Iveco-Gelände weitergeht, konnte in der jüngsten Gemeinderatssitzung niemand beantworten. Hatten sich die Kommunalpolitiker 2001 auf ein Rahmenkonzept geeinigt, so müssen sie scheinbar erneut bei Punkt Null anfangen.

Schuld daran sei die Situation auf dem Immobilienmarkt, sagt Projektentwickler Peter Dück. Fakt sei, so Dück, "dass allein in München über eine Million Quadratmeter an Gewerbeflächen freistehen" - ein guter Grund also, um nun 65 Prozent des Iveco-Geländes als Wohnfläche auszuweisen, den Rest als so genanntes Mischgebiet (Wohn- und Gewerbeflächen), findet der Projektentwickler. Im Vergleich dazu sah das Rahmenkonzept von 2001 folgende Aufteilung vor:

50 Prozent Wohnfläche, 30 Prozent gewerbliche Nutzung und 20 Prozent Mischgebiet. Die Gemeinderäte haben jetzt das Gefühl, Dück führe sie an der Nase herum. Sie fordern handfeste Daten, um sich ein genaueres Bild über die Entwicklung machen zu können - insbesondere in punkto Verkehr. Immerhin sei 2001 die Grundidee gewesen, aus Gewerbe und Wohnbebauung "eine Einheit" zu schaffen, so Ex-Bürgermeisterin Ursula Bittner (SPD), "damit der individuelle Fahrverkehr zwischen München und Kirchseeon wegfällt". Dazu Dück: "Im Grunde gibt`s keine großen Abweichungen." Das werde er im Januar anhand von Daten belegen. bn

BARBARA NAZAREWSKA