Süddeutsche Zeitung vom 13. Oktober 2001

Mitstreiter gesucht

Initiative spricht beim Anzinger Vereinskartell vor

Anzing. Wie erreichen wir in Anzing möglichst viele Bürger? Diese Frage haben sich auch Susanne Schmidt und Ida Gaier aus Kirchseeon von der Bürgerinitiative "Wasser ist Leben" gestellt und sind dabei auf die Versammlung des Anzinger Vereinskartells am Donnerstag abend gestoßen. Knapp vierzig Vereins- und Organisationsvorsitzende haben sich dort getroffen, um ihre Vereinstermine abzustimmen, vereinsübergreifende Probleme anzusprechen und sich über die Arbeit der inzwischen landkreisweiten Initiative zu informieren.

"Wir sind in Anzing gut aufgenommen worden", sagte Susanne Schmidt nach ihrem halbstündigen Vortrag: "Wenn alle so reagieren würden, wären wir glücklich."

Die Initiative setzt sich für eine Sanierung des mit Giftstoffen verseuchten Geländes des ehemaligen Bahnschwellenwerks in Kirchseeon ein und veranstaltet derzeit eine Unterschirftenaktion im Landkreis, um so mehr Druck auf die Bahngesellschaft auszuüben. In Anzing stießen sie damit auf offene Ohren, zumal die Gemeinde selbst Mitglied der Initiative ist. Für jeden Vereinsvorsitzenden hatten die beiden daher einen Umschlag mit Informationsmaterial und zahlreichen Unterschriftenlisten für die Vereinsmitglieder dabei. "Je mehr mitmachen desto besser", sagte Kartellsvorsitzender Franz Finauer und forderte die Vorsitzenden auf, die Mitglieder zu informieren und zur Unterschrift zu animieren. Der übrige Abend gehörte der Terminplanung des Kartells...

bjov