Süddeutsche Zeitung vom 27./28. Oktober 2001

Sinnvolle Lösung

Landrat wertet die Pläne des Investors positiv

Landkreis: "Wenn das so zu regeln wäre, dann wäre das ein Glücksfall", sagte Landreat Hans Vollhardt gestern nach einem ersten Gespräch mit dem Vorstandsvorsitzenden der ADIS AG, Peter Dück. Das auf Altlastensanierung und Immobilien spezialisierte Unternehmen hatte dem Landrat am Donnerstag seine Vorstellungen über die Entwicklung auf dem ehemaligen Bahnschwellenwerk in Kirchseeon erläutert.

Die Planungen des Investors sehen eine Bebauung des 20 Hektar großen Areals sowohl mit Gewerbe, als auch mit verschiedenartiger Wohnbebauung vor. Dafür aber wird er den mit diversen Giftstoffen verseuchten Boden auf dem Gelände zunächst gründlich sanieren müssen, was dem Ansinnen von Bürgern wie Politikern entgegenkommt. Denn die Bodensanierung ist nicht Teil des zwischen Landratsamt und Bundeseisenbahnvermögen geschlosssenen Vertrags. Dieser Bezieht sich alleine auf die Grundwasser-Sanierung.

Eine gleichzeitige Sanierung von Grund und Wasser, wie sie ADIS AG anbietet, wäre also "sehr sinnvoll", so der Landrat. "Wir wollen diesbezüglich nichts erschweren, soch können wir uns nur auf dem Boden des Rechts bewegen", betonte Vollhardt. Und der werde eben erst duch einen von allen Seiten akzeptierten Sanierungsplan bereitet. "Wir werden die Bahn auf keinen Fall aus ihrer Pflicht entlassen."

sag