Süddeutsche Zeitung vom 09. Juni 2005

Auf saniertem Grund

Bodenaustausch für Bau der Reinigungshalle

Kirchseeon Wenigstens mit dem ersten neuen Bauwerk auf dem ehemaligen Bahnschwellenwerk in Kirchseeon sollte ein Exempel statuiert werden: Der Boden unter der Halle, die von der DB Netz AG für die Grundwasserreinigung mit Pumpanlagen errichtet wird, ist ausgetauscht worden.

60 bis 80 Zentimeter tief sei der Boden ausgebaggert, zur Untersuchung weggefahren, und mit Kies aufgefüllt worden, sagte Bürgermeister Udo Ockel (CSU) auf der jüngsten Sitzung des Bau- und Umweltausschusses des Kirchseeoner Marktgemeinderates.

Die Gemeinde hatte sich im Vorfeld bei der DB Netz AG stark gemacht, dass der Boden unter der 300 Quadratmeter großen Halle ausgetauscht werde. "Das wäre schlimm, wenn da eine Bodenplatte draufgesetzt werden würde und man käme dann 100 Jahre nicht mehr an den Boden", meinte der Bürgermeister.

Dass das Gelände, auf dem die Halle errichtet wird, zu den Bahngleisen hin abfalle, habe man zuerst nur mit Kies aufschütten wollen. "Dann wäre aber der Dreck dringeblieben", ergänzte Ockel. So sei es nun positiv zu bewerten, "dass das erste Bauwerk auf dem Gelände auf oberflächensaniertem Grund stehe". Abzuwarten bleibt nun, was bei der Untersuchung des ausgehobenen Bodens herauskommt. Nach Einschätzung von Ockel jedoch nicht viel, "denn in dem Bereich wird vermutet, dass nur ganz wenig Altlast drin ist".

Angesichts der oft als zu wenig kritisierten Aushubtiefe von 60 bis 80 Zentimetern meinte der Bürgermeister, "dass mehr als 80 Zentimeter bis maximal ein Meter auch an anderer Stelle wohl nicht ausgehoben wird".